Ökobilanz der Sharing Economy

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Teilen allein reicht nicht

Der Artikel 'Ökobilanz der sharing economy: Teilen allein nützt der Umwelt wenig' (Link zum pdf im Download) der Fachzeitschrift GAiA setzt sich mit der Nützlichkeit des Teilens auseinander. Wir haben im Folgenden zu einigen wichtigen Passagen mit Blick auf das depot Stellung bezogen.

Ihr seid herzlich zu einer Diskussion zum Thema eingeladen. Nutzt dazu die Kommentarfunktion am Ende dieser Seite.
 

1. GAiA sagt: „Die Forscher(innen) empfehlen daher, die Sharing-Angebote auf einen „substitutiven“ Konsumstil auszurichten, damit sie zu nachhaltigem Konsum beitragen.“

Wir vom depot finden: Ein substitutiver Konsumstil bedeutet, gar nicht erst so viel zu kaufen, sich die Frage zu stellen: „Brauch ich das wirklich?“ Das depot trägt dazu bei, denn alles, was geteilt wird, muss nicht neu gekauft werden. Und das spart jedes Mal Ressourcen ein. Im Hinblick auf Nachhaltigkeit ist das Teilen also im Grunde genommen eine klasse Sache. „In allen untersuchten Bereichen konnte das Projektteam von PeerSharing eine gewisse Umweltentlastung feststellen.“

2. GAiA sagt: „Die Nachhaltigkeitspotenziale des sharing werden zum Beispiel dann nicht ausgeschöpft, wenn es den Konsum insgesamt erhöht oder ihn hin zu nachteiligem Konsum […] verschiebt.“

Wir vom depot finden: Teilen alleine reicht nicht aus. Besser ist es beispielsweise, auch noch auf einen möglichst umweltfreundlichen Verleihvorgang zu achten, indem man mit dem Fahrrad oder den ÖPNV zum Übergabeort fährt, sofern das möglich ist.

3. GAiA findet: Eine ausgeglichene Besitzer-Nutzer-Bilanz ist von großer Bedeutung

Wir vom depot sehen das auch so. Für eine wirklich nachhaltige Nutzung ist es wichtig, dass alle Ressourcen maximal ausgenutzt werden. Dazu reicht es aber nicht aus, dass das Teilen nur eine Nische bleibt. Je mehr Menschen mitmachen, desto effektiver ist das Teilen von Ressourcen.

4. Wie schafft man den Übergang vom bloßen Trend zum sozial-ökologischen Wandel?

Für den Übergang ist Bildung für nachhaltige Entwicklung das A und O. Deshalb bietet das depot auch ein Schulprojekt an, welches Schüler hinsichtlich ihres ökologischen Fußabdruckes und ihres Konsumverhaltens sensibilisieren soll und ihnen Alternativen zeigt.

5. Teilen schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ein großer Vorteil, den der Artikel nicht beleuchtet, ist, dass das Teilen Menschen zusammenbringt. Beim depot ist der Vorteil, dass dies sogar über die Dimension des eigenen Wohnblocks hinaus passiert. Menschen, die sich sonst wahrscheinlich nie begegnet wären, treten miteinander in Kontakt und helfen einander.

 

Das depot ist also auf dem richtigen Weg. Neben dem ökologischen Nutzen erfüllt das Teilen über das depot auch noch einen zivilgesellschaftlichen Nutzen und einen Beitrag zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung, um für den notwendigen Sinneswandel zu sorgen.